Hessentag 2008 in Homberg Efze

Schmunzeln mit dem Hessentagspaar

Anja und Jörg Hassenpflug sind das Hessentagspaar. Sie vertreten Homberg (Efze) als Hessentagsstadt des Jahres 2008 bei Empfängen, Messebesuchen und Auftritten in anderen Städten, sind ständig unterwegs. Kein leichte Aufgabe, zeitraubend noch dazu. Aber: „Anstrengung hin oder her - es ist der schönste Job der Welt, und dazu dürfen wir ihn noch für unsere Heimatstadt machen“, sagt Jörg Hassenpflug. Und manchmal geschehen auf den Reisen des Paares Dinge, die durch ihre Komik die Routine des Hessentagsalltags unterbrechen und die Improvisationsfähigkeit des Hessentagspaares auf die Probe stellen.

Auf dieser Seite können Sie einige Anekdoten aus dem Alltag des Hessentagspaares anhören oder nachlesen – ganz nach Wunsch.


Begrüßung durch das Hessentagspaar

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"Unter all den Empfängen, Messebesuchen und anderen Auftritten des Hessentagspaares gab es einige, die besonders amüsant waren und uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben."

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Anekdote 1: Der Pizza-Bringdienst


"Der Oberbürgermeister der Stadt Hanau hatte zum 47. Hanauer Bürgerfest und der damit verbundenen Eröffnung der Brüder-Grimm-Ausstellung eingeladen. Einen Tag, bevor es nach Hanau gehen sollte, musste unser Passat in die Werkstatt. Die Bremsbeläge waren abgefahren. Sehr kurzfristig mussten wir nun überlegen, wie wir denn am nächsten Tag nach Hanau fahren könnten. Auch der Anschlusstermin am nächsten Tag bei der Frankfurter Oberbürgermeisterin Frau Roth war nun von dieser Entscheidung abhängig.

Bei so vollem und gewichtigen Programm ruft man am besten direkt den Bürgermeister an. Und von dort kam Hilfe. „Nehmt doch das Auto vom Hausmeister“, war die spontane Idee von Bürgermeister Wagner. „Ein anderes Auto bekomme ich jetzt so schnell auch nicht.“ Das Auto des Hausmeisters war ein Hausmeister-Auto und kein Bürgermeister-Auto. Es handelt sich um einen blauen Kastenwagen.

„Besser als nichts“, dachten wir uns. Und so fuhren wir am nächsten Tag im Kastenwagen nach Hanau. Vorn auf dem Armaturenbrett lag eine VIP-Karte, die uns zum Durchfahren in den VIP-Bereich berechtigen sollte. Dachten wir, dachte aber wohl nicht der Security-Mitarbeiter, der die Zufahrt zum Festgelände bewachte. Dieser schaute auf unseren Kastenwagen und kam zu uns. Nachdem ich die Fensterscheibe heruntergekurbelt hatte, teilte er mir mit wichtiger Miene mit, dass diese Durchfahrt nur für wichtige Leute sei. Und wörtlich wollte er mich mit folgenden Worten zurück schicken: „Pizzabringdienst ist bitte die übernächste Einfahrt!“

Diese Worte veranlassten mich – Anja und ich trugen bereits die Hessentagsgewänder – ihn Folgendes zu fragen: „Schauen Sie mal, wie wir aussehen. Glauben Sie, dass wir der Pizzabringdienst sind?“ Die wichtige Miene des Security-Mitarbeiters wich aus seinem Gesicht.

Ich klärte ihn auf, dass wir in wenigen Minuten mit seinem Oberbürgermeister Bürgerfest und Brüder-Grimm-Ausstellung eröffnen wollen. Mit einem unsicherem Lächeln ließ er uns passieren und wir konnten den Hanauer Festgästen pünktlich und mit einem Schmunzeln im Gesicht unsere Grußworte überbringen."

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Anekdote 2: Der Kabinettsempfang


"Gute Tradition ist es, dass der Hessische Ministerpräsident zum Kabinettsempfang während des Hessentages drei Hessentagspaare einlädt: Das aktuelle Paar, das Paar des Vorjahres und das Hessentagspaar der kommenden Hessentagsstadt.

So ergab es sich, dass auch Anja und ich im letzten Jahr als Hessentagspaar eine Einladung nach Butzbach bekamen, um mit Ministerpräsident Roland Koch, den Hessischen Ministern und geladenen Festgästen an einem Kabinettsempfang teil zu nehmen. Unser Hessentagsbeauftragter Joachim Bottenhorn verabschiedete uns mit den Worten: „Genießt es einfach. Ihr braucht nur ein bisschen Smalltalk mit den Anwesenden zu halten und könnt Euch nach der Rede des Ministerpräsidenten am Buffet bedienen.“

Dies machte uns mutig, neugierig und hungrig – durstig bin ich eh meist – zugleich. Wir gingen also zum Ort des Geschehens. Auf den letzten Treppenstufen klingelte mein Mobiltelefon. Der Hessentagsbeauftragte: „Jörg, es tut mir leid. Ich habe es soeben selbst erst erfahren. Nach der Rede des Ministerpräsidenten seid ihr die nächsten Redner!“ Das war eine Überraschung. Wir hatten natürlich nichts vorbereitet und sollten in 10 Minuten nette Worte an das Kabinett und die geladenen Gäste richten.

Wer uns kennt, weiß dass wir nicht kneifen. Wir haben aus dem Stegreif von unserer schönen Stadt erzählt, von den Vorbereitungen zum Hessentag und warum wir stolz sind, die Stadt Homberg und das Land Hessen repräsentieren zu dürfen.

Erst spät abends am Stand der Stadt Homberg auf dem Marktplatz in Butzbach kam dann jemand zu uns und erzählte uns, dass wir ja so nette und gut gewählte Grußworte zum Kabinettsempfang gesagt hätten. Dies hätte sich schnell rumgesprochen.

Tja, man muss nur gut vorbereitet sein..."

 
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