Hessentag 2008 in Homberg Efze

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Das Homberger Hessentagspaar 2008 stellt sich vor


Anja und Jörg Hassenpflug

Anja und Jörg Hassenpflug (39 und 41) heißt das sympathische Hessentagspaar der Hessentagsstadt Homberg (Efze). Es wurde während eines HNA-Lesertreffs der Öffentlichkeit vorgestellt. Anja und Jörg Hassenpflug sind verheiratet und haben zwei Kinder. Anja Hassenpflug arbeitet als Erzieherin und Kindergartenleiterin, Jörg Hassenpflug ist Sozialversicherungsfachangestellter.

 

Die Gewänder von Anja und Jörg Hassenpflug

 

Beide tragen Gewänder aus dem 16. Jahrhundert, wie es wohlhabende Handelsleute in der Zeit der Reformation in Homberg getragen haben. Beide Gewänder sind in der Ausbildungswerkstatt der Max-Eyth-Schule in Alsfeld angefertigt worden. Hauptsächlich hat neben der Ausbilderin und Lehrerin Ruth Bug die Gesellin Conny-Marie Domke an den Gewändern gearbeitet.
Anja Hassenpflug trägt ein miederähnliches enges Leibchen, das früher vom Rock getrennt getragen wurde. Mit üppigen Ärmeln war dies Gewand eingenestelt. Sie trägt einen weiten, schleppenden Rock. Das Unterkleid ist in Falten gelegt und das Oberteil - für diese Zeit klassisch - in Samt gefertigt. Zur damaligen Zeit wurde dieses Gewand nur sonntags getragen.

Jörg Hassenpflug trägt einen Wams mit ausladenden Ärmeln sowie einer langen Lederhose, und der Wams ist tief in Falten gelegt mit ausladenden Faltenärmeln. Sein grünes Obergewand heißt Schaube und verfügt über einen dekorativen Schalkragen. Die Vorlagen für dieses Gewand stammen aus dem 16. Jahrundert, jener Zeit, in der Landgraf Philipp der Großmütige von Hessen in Homberg (Efze) die Reformation für ganz Hessen ausrufen ließ.

Diese doch sehr ansprechend-schönen bürgerlichen Gewänder repräsentieren eine der wichtigsten historischen Epochen Hombergs, und so freut sich die Stadt Homberg, dass Anja und Jörg Hassenpflug unsere Stadt in diesen Gewändern so wunderschön repräsentieren.

Genauso interessant wie das Aussehen des Hessentagspaares sind Ihre Hobbies.
Anja Hassenpflugs Interessen fallen in den kreativen Bereich. Sie bastelt und gestaltet gern, arbeitet in ihrer Freizeit, bei Kindergottesdiensten und Jungscharen gerne mit Kindern zusammen und beteiligt sich aktiv in der Kirchengemeinde.

Jörg Hassenpflug ist dagegen in den Bergen zu Hause. Er fährt gern Ski, wandert in den Bergen und besteigt diese auch. Zu Hause betätigt er sich im Männergesangsverein Liedertafel (pö).

 

Der Star war das Paar


Geheimnis gelüftet: Anja und Jörg Hassenpflug sind es
Von Damai D. Dewert (HNA)

Homberg. Anja und Jörg Hassenpflug sind unser Hessentagspaar. Die Identität des künftigen Homberger Hessentagspaars war in den vergangenen Wochen wohl eines der best gehüteten Geheimnisse in der Kreisstadt. Während des HNA-Lesertreffs wurde es gelüftet, erstmals und mit einer flotten Schau. Mehr als 300 Besucher waren in die Stadthalle gekommen, um exklusiv dabei zu sein. Umjubelt präsentierte sich das sympathische Paar.


Es gab reichlich Seitenhiebe

Doch bis dahin mussten die Besucher Geduld mitbringen, den Höhepunkt gab
es erst zum Schluss. Langeweile kam in der festlich geschmückten Halle
aber keine Sekunde auf. Kurzweilig und mit vielen Informationen gespickt,
führte HNA-Redakteur Heinz Rohde durch das Programm, immer wieder
unterbrochen von bissiger Satire.

Michael Dippel schlüpfte für den Lesertreff in die Rolle des Karl Knoche.
Als nörgelnder Rentner und steifer Beamter im gedeckten Pullunder teilte
er reichlich Seitenhiebe aus.

Locker und ironisch präsentierte Joachim Bottenhorn den Verlauf der
Hessentagsstraße und die Standorte der vielen Bühnen. „Wir sind mit dem
Stand der Planungen mehr als zufrieden“, sagte er. „Hetzen Sie mich nicht,
Herr Rohde, sonst komme ich hier noch ganz durcheinander“, antwortete er
auf die drängende Frage, wo denn nun die große Open-Air-Bühne hin komme.
Der Standort steht fest, das Gelände der ehemaligen Kaserne wird es werden.
Genauso bohrend versuchte Heinz Rohde, vom Hessentagsbeauftragten der Landesregierung, Heinrich Kaletsch, zu erfahren, ob denn nun die Rolling Stones oder Tokio Hotel als Höhepunkt in die Kreisstadt kommen.
Etwas enttäuschend fiel die Antwort von Kaletsch aus. Das lasse sich erst
Ende des Jahres sagen. Die großen Bands und Künstler planten nicht so lange
im Voraus.

Dass der Hessentag in Homberg in gut einem Jahr stattfindet, vergaß man
bisweilen. Denn während des Lesertreffs bekamen die Besucher schon mal
einen Vorgeschmack. Keine Spur des Homberger Phlegmas: „Dos gibbet sowieso nix, dos wolln me nit“.

Zuversichtlich äußerte sich auch Bürgermeister Martin Wagner: Trotz eines
zu erwartenden Defizits von 1,8 Millionen Euro werde Homberg enorm vom
Hessentag profitieren. Beispielsweise entsteht auf dem Gelände der
Landesausstellung Am Mühlhäuser Feld nach dem Hessentag ein Baugebiet mit
50 Plätzen.